Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Aktuelles" werden angezeigt.

Interdisziplinarität braucht interdisziplinäre Gutachten

Simon Hegelich Alle sagen, interdisziplinäre Forschung ist so wichtig und fast alle sind sich darüber einig, dass es unglaublich schwierig ist, eine Förderung für interdisziplinäre Projekte zu bekommen. Ich kandidiere für das DFG-Fachkollegium Politikwissenschaft, um das zu ändern. Interdisziplinarität wird zwischen den Fächern aufgerieben Die Struktur der DFG sieht vor, dass Anträge an ein spezifisches Fachkollegium geschickt werden. Bei interdisziplinären Anträgen besteht die Gefahr, dass der fachübergreifende Anteil der Projekte nicht ausreichend gewürdigt wird und Gutachter*innen ausgewählt werden, die Teile des Antrags eigentlich nicht bewerten können. Zudem haben interdisziplinäre Anträge einen Nachteil: Gerade beim Stand der Forschung müssen sie überzeugend den Stand in zwei oder mehr Disziplinen aufzeigen, ohne dass dafür der Raum zur Verfügung steht. Wer schon einmal Anträge eingereicht hat, weiß welch großes Problem darin bestehen kann, alles notwendige auf den zur...

100% für ganze Arbeit! Schluss mit halben Promotionsstellen in der Politikwissenschaft

Simon Hegelich Leider ist es in der Politikwissenschaft an vielen Instituten in Deutschland üblich, dass Promovierende auf halben Stellen promovieren müssen. Ich kandidiere für das DFG Fachkollegium Politikwissenschaft, um das zu ändern. Und ich unterstütze diesen Aufruf  von Martin Grund, Marcel Knöchelmann, Martin Mann und Jule Specht. Promotionsdauer ist gleich Eine Promotion in Politikwissenschaft ist nicht weniger aufwendig als in anderen Fächern. Die Förderdauer von DFG-Projekten und auch die übliche Vertragslaufzeit von Promotionsstellen beträgt in der Regel drei Jahre, genau wie in anderen Fächern, in denen ganze Stellen üblich sind. Eine einfache Rechnung macht dies noch einmal deutlich: In den meisten Verträgen ist in der Tätigkeitsbeschreibung 30% für eigenständige wissenschaftliche Forschung (also die Promotion) vorgesehen. Auch bei DFG-Stellen, da die Wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen ja auch die Hauptlast der Projektarbeit schultern. Bei 210 Arbeitstage...

Neue Veröffentlichung: Der Aufstieg der #AfD in den Sozialen Netzwerken

Das Political Data Science Team hat eine neue Veröffentlichung zum Thema " The Rise of Germanys AfD: A Social Media Analysis " vorzuweisen. Erstautor ist der fabelhafte Juan Carlos Medina Serrano und der Artikel ist als open access erschienen als: Serrano, Juan Carlos Medina, Morteza Shahrezaye, Orestis Papakyriakopoulos, and Simon Hegelich. "The Rise of Germany's AfD: A Social Media Analysis." In Proceedings of the 10th International Conference on Social Media and Society, pp. 214-223. ACM, 2019. URL:  https://dl.acm.org/citation.cfm?id=3328562 Cross-platform-analysis Ein großes Problem in der aktuellen Social Media Forschung ist, dass meistens nur einzelne Plattformen (und häufig nur Twitter) betrachtet werden. Wir untersuchen in dem Artikel Twitter, Facebook, Instagram und YouTube und schauen auf die Beiträge der deutschen Parteien. Der Vergleich von unterschiedlichen Plattformen ist nicht nur deshalb wichtig, weil ansonsten ein sehr verzerrtes Bild en...

Desinformation und Microtargeting: Keynote und Panel Auf der #rp19

Hier das Video von der MEDIA CONVENTION auf der re:publica:

Neues Projekt zu Effekten von Desinformationskampagnen - Mit massig Facebookdaten

Update Das Wissenschaftsjournal Nature hat über unser Projekt berichtet. Social Media und Desinformation In einem neuen Projekt werden wir der Frage nach gehen, ob Desinformationskampagnen einen messbaren Effekt auf die Wahlergebnisse bei der Bundestagswahl hatten. Dafür analysieren wir Daten, die uns von Facebook im Rahmen einer weltweiten Ausschreibung bereitgestellt wurden. Facebook und der SSRC: Ein neues Modell der Kooperation Facebook wird (zu Recht) häufig kritisiert, dass kaum Daten der Wissenschaft zugänglich gemacht werden. Andererseits sind aber auch die Wissenschaftler*innen nicht immer Vorbilder im Umgang mit Social Media Daten: Siehe Cambridge Analytica. Außerdem werden wir Wissenschaftler*innen schnell völlig trunken, wenn wir uns unbegrenzte Datenberge vorstellen. Was man damit alles erforschen könnte! Drunk on data. Denn meistens ist das Bedürfnis nach Daten gar nicht von einem konkreten Forschungsinteresse geleitet und widerspricht dem Grundsatz der Datensp...

Politische Werbung auf Facebook

Erste Erfahrungen mit der API Im letzten Post habe ich schon erste unsystematische Eindrücke aus unserer Arbeit mit der ads_archive_api von Facebook geteilt. Inzwischen können wir die Daten auch systematisch auswerten. Hier erste Ergebnisse. Problematische Datenqualität Die Analyse bezieht sich auf bezahlte politische Werbeanzeigen, die Facebook in das Archiv geschoben hat. Wir wissen nicht, nach welchen Kriterien etwas als politisch gelabelt wird und wir wissen auch nicht, ob die Daten für den jetzigen Zeitraum vollständig sind oder in den kommenden Wochen noch ergänzt werden. Es spricht viel dafür, dass die Einteilung politisch/unpolitisch maschinell vorgenommen wird. Die teuerste Anzeige mit der weitesten Reichweite (Impressions) ist eine Werbung für Klavierkonzerte. Die zweitteuerste für Batman-Tshirts. Das heißt, erstens sind falsch-positiv gelabelte Daten im Archiv. Und dabei ist es gut möglich, dass diese Daten - da sie eigentlich aus einer anderen Gesamtverteilung (nich...

Das Facebook ads_archiv

Facebook hat politische Werbung in Deutschland in ein Archiv gepackt, dass man nun über eine API erreichen kann. Ziemlich interessant, was man da findet: Die Arbeitgeber Zum Beispiel sind die Arbeitgeber in Deutschland ziemlich aktiv, was politische Werbung auf Facebook anbelangt. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) finanziert eine ganze Reihe von Kampagnen auf der Seite "Danke Freihandel". Bezahlte VDMA Kampagne Link Zum Teil wendet sich der VDMA direkt gegen Linkspartei und AfD: Bezahlte VDMA Kampagne  Link ... und gegen China, USA und Russland: Bezahlte VDMA Kampagne  Link Auch der Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanziert politische Werbung auf der Seite "Mehr Wirtschaft wagen". Die Parteien Die SPD hat negative campaining für sich entdeckt: SPD Werbung Link Und die CDU CSU Europa hat ein breites Portfolio an sehr unterschiedlichen Anzeigen: Link Link Link Hier wäre es interessant, zu sehen...

Social Media Report: The 2017 German Federal Elections

Juan Carlos Medina Serrano and the Political Data Science Team just published a comprehensive data report of the use (and misuse) of social media during the German Federal Elections in 2017. The report has been published by TUM-University Press and can be downloaded here for free or ordered as nice printed copy . Oh yes, and Douglas Busvine from Reuters has just reported on the report and made a nice interview with Juan Carlos!

#StatistikGegenRassismus: Kindergeld ins Ausland

In allen Medien wird derzeit berichtet, dass mehr Kindergeld für Kinder im Ausland gezahlt wird. Offen oder suggestiv wird dabei angedeutet, insbesondere die OsteuropäerInnen würden sich am deutschen Sozialsystem schadlos halten. Das Kindergeld wird nur an Personen gezahlt, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, was eine Niederlassungs- oder entsprechende Aufenthaltserlaubnis voraussetzt. Steigt die Zahlung für Kinder im Ausland, dann bedeutet das ersteinmal nur, dass mehr Leute berechtigter Weise in Deutschland sind. Auffällig ist, dass man kaum an die wirkliche Quelle der Zahlen kommt, die momentan diskutiert werden. Nach einigem Suchen stellt man dann fest, dass einige der Zahlen einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der AfD entnommen sind. Daher stammt die Zahl, dass 343 Millionen Euro Kindergeld 2017 auf ausländische Konten geflossen sind. Statistisch gesehen stellt sich damit sofort die Frage nach der Validität: Ein Konto im Ausland ist nicht...

Hackathon: KI im Bürgerdialog

In Kooperation mit der Bayerischen Staatsregierung (Georg Eisenreich, MdL, Staatsminister für Digitales, Medien und Europa und Klaus Holetschek, MdL, Bürgerbeauftragter) veranstalten wir an der Professur für Political Data Science an der HfP der TUM einen Hackathon. Wir wollen Politikwissenschaft und Computerwissenschaft zusammenbringen, um in 24h neue Ideen zu entwickeln, wie Künstliche Intelligenz im Bürgerdialog eingesetzt werden kann. Termin 08.08.-09.08.2018, Beginn: 12:30 Anmelden kann man sich unter: http://www.hfp.tum.de/hackathon Die Projekte werden am 9.08.2018 im Landtag vorgestellt. Hier eine Beschreibung: Und der Zeitplan:

Einführung in die Datenanalyse 2018

Hier kommen jetzt die Videos und Folien zur Datenanalysevorlesung (aktuelles ist oben): Unsupervised Learning Folien Support Vector Machines Folien Decisiontrees Folien Mehr als linear: Splines und GAMs Folien Modelselection: Ridge und Lasso Die Session wurde leider nicht aufgezeichnet, hier aber die Folien .  Resampling Folien Klassifikation Folien Multiple lineare Regression Folien Lineare Regression Folien Einführung Folien

Effects of #socialbots in the Iran-Debate on Twitter

New arxiv publication from the political data science team Social bots can be found in any political debate on Twitter. We describe a robust heuristic to identify them. Do social bots have an effect? We show some evidence that sentiments in discourses are effected by bots. Here is the paper.

New hardware: Get the party started!

In Zukunft gibt es wieder etwas Platz in unserer Elasticsearch-Datenbank. 🔙🔚🔁

#ballchairdiaries Political Data Science + Informatik an der TUM

Seit kurzem bin ich jetzt offizielles Zweitmitglied der Fakultät für Informatik der TUM. Für mich ist das eine echt große Sache!

re:publica 2018: Algorithmische Gegenmacht

Inzwischen gibt es auch das Video zur Podiumsdiskussion: Am 3.05., 17:30, Stelle ich unser neues Projekt mit der Hans-Böckler-Stiftung auf der re:publica vor und diskutiere mit Matthias Spielkamp und Katharina Simbeck, moderiert von Melanie Stein. Hier geht es zum Programm . Unter anderem zeige ich, wie man den Analysealgorithmus von IBM Watson austricksen kann. Hier der Link zum Projekt:  https://www.boeckler.de/11145.htm?projekt=S-2017-375-2%20B Und hier die Struktur meines Inputreferats: Zunächst sollte man sich dieses Video von IBM Watson ansehen: Und hier gibt es die Daten:  https://www.ibm.com/communities/analytics/watson-analytics-blog/hr-employee-attrition/ IBM Watson kommt zu dem Schluss, dass Überstunden (OverTime) der wichtigste Faktor sind, um vorherzusagen, ob jemand das Unternehmen verlässt. Ich habe versucht, den Decision Tree nachzubauen: Dann simuliere ich mit Jackknifing, was passiert, wenn nur ein Teil der Daten zur Verfügung steht: ...

😋 the revolution eats its kids

In diesem Semester dreht sich die Vortragsreihe "the digital revolution" um die Fragen, wie die Akteure mit der Geschwindigkeit des Wandels klar kommen und wie sich Ideen durch Eigendynamiken verändern. Als nächstes wird Laura Mahrenbach über das Aadhaar Programm, in dem in Indien demografische und biometrische Daten erhoben werden. Donnerstag, 1705.2018, 17:00 in der HfP (nur mit Anmeldung!!!). Der erste Vortrag findet am Donnerstag, 26.04.2018, 17:00 in der HfP statt (nur mit Anmeldung!!!). Philipp Geiger und Bhezad Tabibian reden über "AI in social contexts".