Der folgende Beitrag erscheint in der Januarausgabe von Forschung & Lehre . Im US-amerikanischen Wahlkampf wurde massiv versucht, die öffentliche Meinungsbildung in den Sozialen Netzwerken zu manipulieren. Dabei wurden Trends durch hyperaktive Nutzer und Bots verfälscht, es wurden Fake-News und Verschwörungstheorien verbreitet und die Parteien selbst setzten Microtargeting ein, um die Wähler zu (de-)mobilisieren. An der Professur für Political Data Science an der Hochschule für Politik der TU München haben wir untersucht, welche Rolle diese Manipulationsformen bei der Bundestagswahl gespielt haben. Grundsätzlich konnte man im Bundestagswahlkampf alle bisher beschriebenen Formen der Manipulation finden. Allerdings blieb das Ausmaß und vor allem die Wirkung deutlich hinter den Befürchtungen einiger Experten zurück. Eine gängige Form der Manipulation besteht darin, durch besonders starke Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken Trends vorzutäuschen. Dadurch werden die Algorithmen d...